Ergebnis der LWK-Wahl

Wahlberechtigte:

Fünf Listen kämpften um 135.807 Wahlberechtigte.
Die Wahlbeteiligung lag bei
 38,92 Prozent (52 856 Stimmen), ein Minus von zwei Prozentpunkten gegenüber der letzten Wahl. Für die Landeskammer wurden 39 Sitze vergeben, für die zwölf Bezirkskammern 180 Mandate.

Miesenbach:147 Wahlberechtigte -101 Abg.Stimmen- 3 Ungültige

STBB          88                                                                           Unabh.B:      4
Landvolk:     1
Freiheitl. B.: 4
Grüne:          2
Bauernbund:                                    69,7 Prozent (-6,8%)ÖV

Freiheitliche Bauern:                       12,1 Prozent

Unabhängiger Bauernverband:         8,5 Prozent

SPÖ-Bauern:                                     6,8 Prozent

Grüne-Bauern:                                  2,9 Prozent

 

In der Steiermark gibt es aktuell 37.000 Bauernhöfe. Wahlberechtigt waren am Sonntag bei den Kammerwahlen jedoch 135.807 Steirer. Möglich macht das ein Wahlrecht, das alle Kammerzugehörigen zur Wahl einlädt und dabei eine mehrfache Stimmabgabe in gewissen Fällen nicht verbietet. Wahlberechtigt ist – grob gesagt – jeder Steirer, der mehr als ein Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche besitzt. Wählen dürfen aber auch befugte Vertreter von juristischen Personen, die Kammer- mitglieder sind, wie etwa landwirtschaftliche Genossenschaften, sagt Elisabeth Haas, Leiterin der Rechtsabteilung in der Landwirtschaftskammer.

 

Beispiel: Ein Bürgermeister (meist wahlberechtigt, weil Kommunen landwirtschaftliche Flächen besitzen), der gleich-zeitig einen Bauernhof führt und dann auch noch Obmann einer Almgenossenschaft ist, durfte dreimal wählen und erhielt sechs Stimmzettel (weil Bezirkskammer und Landeskammer extra abgestimmt wird). Wenn seine Frau auch fleißig am Hof mithilft, aber nebenher noch arbeiten geht, also nicht hauptberuflich in der Landwirtschaft tätig ist, durfte sie nicht wählen. Und es geht noch weiter: Wenn die Frau dann einmal in Pension ist, weiter- hin auf dem Hof  lebt und eines der Kinder den Betrieb weiterführt, dann darf sie als Altbäuerin wieder wählen. „Es stimmt, wir haben im Vorfeld sehr viele Anfragen von Betroffenen zu diesem komplexen Feld des Wahlrechts gehabt“, erklärt Haas. Dass Altbauern auch wählen dürfen, hält Haas jedoch für legitim, schließlich seien fast alle von ihnen noch voll im Arbeitsgeschehen eingebunden.

Dass manche mehrfach wählen dürfen, haben aber im Wahlkampf vor allem kleinere Parteien massiv kritisiert. Sie sprechen von „minderheitenfeindlichem Wahlrecht“, zumal die Hürden für einen Einzug in die Vollversammlung der Landwirtschaftskammer – man muss mindestens in einem Wahlkreis ein Grundmandat erreichen – relativ hoch liegen würden.

 

Rund um die Wahl

Wahlberechtigt waren alle Mitglieder der Landwirtschaftksammer. Das sind hauptberuflich in der Landwirtschaft tätige Eigentümer oder Pächter, aber auch sonstige Eigentümer von mehr als einem Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche.

Weiters Familienangehörige von Kammermitgliedern, wenn sie hauptberuflich am Bauernhof tätig sind und Vertreter z. B. von Alm- und Zuchtgenossenschaften.